Chronik

Im Jahre 1921 wurde der Sportverein Horstedt gegr├╝ndet, insbesondere auf Anregungen des Landwirtschaftssch├╝lers Heinrich Meyer und dem damaligen Angestellten der Molkerei Horstedt, Herrn Heinrich T├Âller wurde die Gr├╝ndung des Vereins beschlossen. Der Schuhmachermeister Hinrich Windeler machte den Vorschlag, dem Verein den Namen "FC Venus" Horstedt zu geben. Dieses wurde dann auch in einer Zusammenkunft beschlossen. Heinrich Meyer wurde zum Vorsitzenden gew├Ąhlt, Heinrich T├Âller wurde Schriftf├╝hrer und Heinrich Norden Kassierer.

Die Gr├╝ndungsmitglieder waren:
1. Heinrich Meyer
2. Heinrich T├Âller
3. Heinrich Norden
4. Hinrich Windeler
5. Hermann Engelken
6. Hermann Wahlers
7. Johann Wahlers
8. Johann Heitmann
9. Hinrich Heitmann
10. Eugen Kolbe
11. Heinrich Mahnken

Heinrich Meyer, der zur Zeit der Gr├╝ndung noch die Landwirtschaftsschule in Rotenburg besuchte, war in den Spielbetrieb eines Sportvereins schon eingeweiht, denn die Spielvereinigung Rotenburg, deren Gr├╝ndung bereits im Jahre 1919 statfand, hatte schon einen regul├Ąren Spielbetrieb eingef├╝hrt. Es war damals auf dem Lande noch nicht so einfach mit einem fussballspielenden Verein zurechtzukommen. Es gab noch zu wenig Vereine und infolgedessen auch zu wenig Gegner. Diese wenigen Vereine mussten dann immer sehr weite Fahrten unternehmen, um ├╝berhaupt einmal Fussball zu spielen. Das meistgebrauchte Bef├Ârderungsmittel war das Fahrrad, manchmal sogar auch ein Kutschwagen. F├╝r die Horstedter war der n├Ąchstgelegenste Verein der Sportverein "Eintracht Wehldorf". So traf es sich auch sehr gut, dass Heinrich Meyer gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Wehldorfers Vereins die Landwirtschaftsschule in Rotenburg besuchte. Das erste Spiel unserer Mannschaft wurde dann auch gegen Wehldorf ausgetragen. Zu diesem Zeitpunkt gab es in Horstedt noch keinen Sportplatz. Der Verein bekam sp├Ąter f├╝r seine Spiele vom Bauer Dietrich Engelken eine Weide zur Verf├╝gung gestellt. Dieses erste Fussballspiel gewann der Verein Wehldorf mit 2:0 Toren. Gespielt wurde damals in langen Hosen und mit Arbeits- oder Sonntagsschuhen. SO war es denn auch keine Seltenheit, dass es mal eine zerrissene Hose oder ein paar kaputte Schuhe gab. Es dauerte noch eine geraume Zeit, bis sich die Mannschaften einkleiden konnten. Als Vereinfarbe wurde Gr├╝n-Wei├č gew├Ąhlt, eine Nachahmung von Werder Bremen. Vereinslokal war damals die Gastwirtschaft von Johann Sievers.
F├╝r Anschaffungen fehlte anfangs noch das n├Âtige Geld. Heinrich Meyer spendierte einen Sack Korn und der Jagdp├Ąchter Herr Holle aus Bremen 10 Kronen. So wurde dann auch der erste Ball und zwei Paar Fussballschuhe gekauft. Es wurde nur an Freundschaftsspielen und Pokalturnieren teilgenommen. Punktspiele gab es f├╝r den Verein noch nicht. Wie dann nun alles eingekleidet war, wurde bald eine Bremer Mannschaft eingeladen. Es kam Eintracht Bremen und besiegte den "FC Venus" Horstedt mit 1:0 Toren. Dieses war f├╝r unsere Mannschaft eine sehr gute Leistung.

Mitbegr├╝nder und aktiver Fussballer Heinrich T├Âller erlitt im Jahre 1922 bei einem Fussballspiel einen Beinbruch, so dass er als aktiver Spieler nicht mehr mitwirken konnte. Bald kamen auch schon neue Spieler zum Horstedter Sportverein. Es waren aus Bremen die drei Br├╝der Heinrich, Hans und Gustav M├Âller. Nun konnte diese Herrenmannschaft auch an Punktspielen teilnehmen. Da die im Kreise Rotenburg bestehenden Mannschaften zu weit entfernt lagen, wurde Horstedt mit Wehldorf, Zeven II, Sittensen, Elsdorf und Gyhum der Staffel des Altkreises Zeven zugeteilt. Besonders erw├Ąhnenswert ist noch ein Pokalturnier von Eintracht Wehldorf, wo die Horstedter Elf dieses Turnier gewann.
Der gastgebende Verein Wehldorf spielte in einer Freundschaftsbegegnung gegen die eine Klasse h├Âher spielende Elf von Sport Schee├čel. Im Jahre 1922 wurde eine Sch├╝lermannschaft zusammen gestellt. Punktspiele gab es f├╝r die Sch├╝ler noch nicht. Es wurden nur Freundschaftsspiele ausgetragen. Das erste Spiel der Sch├╝lermannschaft wurde gegen Nartum bestritten, welches f├╝r die Horstedter hoch verloren ging.

Neu in den Vorstand kamen im Jahre 1923 Wilhelm Windeler als Schriftf├╝hrer und Heinrich Mahnken als Kassierer. Heinrich Meyer blieb weiterhin Vorsitzender und auch Mannschaftsf├╝hrer. F├╝r den Verein brach eine kritische Zeit an, so dass der Spielbetrieb zeitweilig unterbrochen war. Hinzu kam noch, dass die als Sportplatz dienende Weide des Bauern Engelken aus dringender beruflicher Inanspruchnahme aufgegeben werden musste. Hierf├╝r erwarb der Verein nach geraumer Zeit von Bauer Freidrich Mahnken pachtweise einen Platz am Wege "Zu den H├Âfen". Dieser Platz stend dem Verein mehrere Jahre zur Verf├╝gung. Sogar Leichtathletikveranstaltungen wurden hierauf ausgetragen. F├╝r die Fussballelf war die kritische Zeit immer noch nicht vor├╝ber, so dass sie schlie├člich abgemeldet werden musste. Im Jahre 1928 wurden dann wieder Versuche gestartet, den Spielbetrieb aufzunehmen bzw. in Gang zu bringen. Es wurde eine Versammlung bei Gastwirt Bahrenburg vom Vorsitzenden einberufen. Das Ergebnis war eine Wiederauferstehung einer Herrenmannschaft, obwohl nut elf Spieler zur Verf├╝gung standen. Heinrich Meyer wurde wieder Spielf├╝hrer. Als Schriftf├╝hrer und Kassierer wurde Heinrich Holsten gew├Ąhlt. Schon sehr bald erwies sich die Neu-Aufstellung als Erfolg, denn an den Punktspielen nahm die Mannschaft in der n├Ąchsten Zeit wieder teil. Horstedt spielte nun in der Staffel mit Oldendorf, Nartum, Vierden und R├╝spel. Sp├Ąter kam noch Winkeldorf hinzu. Die Spieler des Vereins Winkeldorf hatten zuvor mit Erfolg in Horstedt mitgewirkt und auch dazu beigetragen, dass der Spielbetrieb nicht noch ├Âfter zum Erliegen kam. Der Fussballsport bekam immer wieder neue Freunde, so dass es bald erforderlich war eine zweite Mannschaft auszustellen. Diese zweite Mannschaft nahm aber nicht an den Punktspielen teil.

Es dauerte auch gar nicht mehr lange, da musste schon wieder f├╝r einen neuen Sportplatz gesorgt werden. Der Platz vom Bauern Mahnken musste als Viehweide genutzt werden. Wiederum ging die Suche nach einem geeigneten Grundst├╝ck los. Man fand auch etwas passendes und zwar hinter dem Wald, in der Heide, ein Grundst├╝ck des Bauern Johann Wahlers. Inzwischen kamen auch Ver├Ąnderungen im Vorstand. Hermann Fr├Âlich wurde als Schriftf├╝hrer und Kassierer gew├Ąhlt. Im Jahre 1938 ├╝bernahm dann Erwin Sieb das Schriftf├╝hrer- und Kassiereramt. Die 1. Mannschaft wurde nun auch der Kreisklasse von Rotenburg zugeteilt, denn die Vereine im Kreise Rotenburg wurden immer zahlreicher. Im Jahre 1939 wurde dann infolge der Kriegseinwirkung der Spielbetrieb einbgestellt und sp├Ąter sogar der Verein aufgel├Âst. Die Vereinsf├╝hrung lag bis dahin ohne Unterbrechung in den H├Ąnden von Heinrich Meyer. Bis zur Wiedergr├╝ndung 1952 fanden in Horstedt keine Punktspiele statt.

 
 

Die Wiedergr├╝ndung des Sportvereins Horstedt

Am

....Fortsetzung folg